Dysphagie:
Dysphagie ist eine neurologisch bedingte Störung des Schluckaktes (= Die Patienten verschlucken sich beim Essen und Trinken oder ihrem eigenen Speichel, sodass die Nahrung in die Luftröhre gelangt)
Ein Verschlucken bemerkt man:
- an dem einsetzenden Husten nach dem Schluckakt
- brodeliger, belegter Stimmklang
- an feuchten, tränenden Augen
- an einer roten Gesichtsfarbe
Auch das Herauslaufen von Nahrung oder Flüssigkeit aus dem Mund oder Nase kann auf eine Schluckstörung hinweisen. Bei starken Schluckstörungen wird auch manchmal einen Trachealkanüle gesetzt, die das Verschlucken von Nahrungsresten und Speichel verhindern soll. Weiterführende Informationen zur neurologischen Einordnung von Dysphagie bietet die Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Dysphagie haben oder einen Termin vereinbaren möchten, nutzen Sie gerne unser Kontaktformular.
Kanülenmanagement:
- Erarbeitung der Sprechstimme mit einem Sprechventil
Therapieinhalte bei Dysphagie
Beratung des Patienten und seiner Angehörigen über :
- postoperative anatomische und physiologische Veränderungen
- Möglichkeiten der Therapie
- Erarbeitung einer physiologischen Zwerchfell-Flankenatmung
- Abbau krankheitsbedingter Verspannungen
- Verbesserung der Kommunikation
- Verbesserung der Artikulation
Übertragen der erlernten Fähigkeiten in den Alltag des Patienten und seiner Angehörigen. Eine frühzeitige Diagnostik der Dysphagie ist entscheidend, um Folgeerkrankungen wie eine Lungenentzündung durch Verschlucken (Aspirationspneumonie) oder Mangelernährung zu vermeiden. Je nach Schweregrad der Dysphagie arbeite ich eng mit Ärzten, Kliniken und Pflegediensten zusammen, um die Therapie optimal auf den individuellen Verlauf abzustimmen. Auch Angehörige beziehe ich gerne in die Beratung mit ein, damit der Alltag mit Dysphagie sicherer gestaltet werden kann.
Wer ist betroffen?
Schluckstörungen treten häufig nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Multipler Sklerose sowie nach langer Beatmungs- oder Intensivbehandlung auf.
Ablauf der Therapie
Zu Beginn steht eine ausführliche Diagnostik des Schluckaktes. Darauf aufbauend erarbeite ich gemeinsam mit Ihnen und gegebenenfalls Ihren Angehörigen individuelle Übungen zur Kräftigung der beteiligten Muskulatur, zur Verbesserung der Kehlkopfhebung sowie kompensatorische Schluckstrategien für den sicheren Alltag. Bei liegender Trachealkanüle begleite ich zudem den Entwöhnungsprozess (Weaning) in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten.
